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Alle tms-SpielerInnen  nehmen in gemischten Spielgruopen jeden Tag des Festivals an folgenden Workshops teil:


(Kurzinfos über die Coaches hier)


 

Workshop 1: "Forschungsreise X"
mit Meike Klapprodt: Theaterpädagogin, Master of Arts in Choreografie und Performance. Schwerpunkte: Performancetheater, Körperarbeit und Raum

3 mal 3 ist gleich = X

3 Forscherteams treten gegeneinander an und begeben sich auf eine Reise 3 mögliche Wege zu einer Szene zu finden! Wir haben X Möglichkeiten Theater zu spielen. Wir können auf x-beliebigen Wegen zu einer Szene gelangen. Wir forschen, untersuchen, beobachten und prüfen. Alle 3 Teams haben das gleiche Thema, den gleichen Text und gleiche Voraussetzungen. Jedes Team entwickelt selbst 3 Szenen auf unterschiedlichen Wegen.

Wir inszenieren den Text klassisch, wir spielen das Thema ohne zu sprechen und wir performen die Idee. Welche Art der Herangehensweise ergibt die spannendste Szene? Warum? Zu allen 3 Möglichkeiten von Theater wird es jeden Tag aufs Neue praktische Beispiele geben, die dir bei deiner Forschungsreise helfen.

Bitte mitbringen: Stift und Papier

 


 

Workshop 2 "Digital Natives"
mit Janina Blohm-Sievers: Theaterpädagogin, Master of Arts Schauspiel, London Schwerpunkt: Improviationstechniken nach Johnstone

Ich weiß nicht, ob du es weißt, aber du bist ein Digital Native. Ein Teil der Generation Z. Das zumindest ist die Betitelung, die der heutigen Schülergeneration aufgedrückt wird. Aber was heißt das, als erste Generation in einer digitalen und global vernetzten Welt aufzuwachsen? Was für Vorteile bringt es mit sich? Was für Vor-Urteile ruft es hervor? Wie gehen vorangegangene Generationen damit um, dass ihr mehr wisst, dass ihr sie nicht braucht, um Fragen zu beantworten, weil ihr wisst, wie Google funktioniert? Oder fragt ihr doch noch? Oder fragen sie euch?

In diesem Workshop wollen wir uns damit auseinandersetzten, was es heißt, ein Digital Native zu sein und mit der Dramatisierung unser Rechercheergebnisse einen interaktiven Dialog nach außen öffnen.

Bitte mitbringen: Papier & Stift; ein Lied, Gedicht, Text, fremd oder eigen, der zeigt, wie du dich und deine Generation siehst.

 


 

Workshop 3 "Das hemdsärmelige Fremde"
mit Kathrin Dworatzek: Schauspielerin, Performerin, Musikerin und Filmemacherin, arbeitet seit ihrem Schauspieldiplom 2008 freiberuflich

In diesem Workshop untersuchen wir, wie Schauspielen eine Erforschung des Fremden sein kann. Schauspielern ist immer auch ein Sprung von der Klippe.

Welcher Wellengang erwartet mich auf der Bühne, ist mein Spielpartner heute, wie ich ihn kenne oder ganz anders, ist das Publikum für mich Gegner oder beste Freundin?

Wie kann ich eine Aufmerksamkeit in mir trainieren, die mich entspannt und neugierig dies alles wahrnehmen lässt?

Wir suchen nach dem Moment von Aufrichtigkeit, Bewusstheit, Freiheit auf der Bühne.

Durch Improvisation und Körperarbeit wollen wir herausfinden, was es braucht, um etwas auf der Bühne aufblühen zu lassen, an dem sowohl Spieler als auch Zuschauer das aufregende entdecken können. Der Moment, der uns nicht gehört sondern in der Wahrhaftigkeit geschieht, eigentlich wie Fußball nur anders - handlungsschnell Entscheidungen treffen.

Bitte mitbringen: einen Gegenstand/ Text/ Lied von Bedeutung für Dich

 


 

Workshop 4 "Schatzsuche"
mit Gesche Lundbeck: dipl. Theaterpädagogin

 Immer auf der Suche sein: nach dem Glück, neuen Wegen, einem Schnäppchen, dem Mann fürs Leben und Erfolg. Wer suche der findet. Ist denn das Suchen nicht schöner als das Finden? Und fange ich nicht gleich an weiter zu suchen, wenn ich etwas gefunden habe?

Warum sucht der Mensch eigentlich und wonach? Oft sind es Dinge an denen die unsichtbaren Geschichten, Erinnerungen und Wünsche haften bleiben. Ein Mitbringsel, ein Foto, oder ein paar Schuhe, das wir uns im Liebeskummer gegönnt haben.

Ich möchte in der Woche ein Archiv aus Dingen, Bedeutungsträgern, Abfall, Glücksbringern und Unnützem zusammentragen und den damit verbundenen Geschichten mit euch auf den Grund gehen.

Eine Veranstaltungsgarderobe mit unzähligen Haken wird zum Probenort für eine kleine Performance zum Thema „gefundene und archivierte Schätze“.

Wir arbeiten mit Film und Audioaufnahmen, Tanzchoreographien und vielen archivierten Gegenständen.

 Mitzubringen sind 5 durchsichtige Plastiktaschen mit:

  1. einem gefundenen Gegenstand
  2. einem bedeutsamen Gegenstand
  3. einem überflüssigen Gegenstand
  4. einem Andenken (gut oder blöd)
  5. einem Gegenstand auf den man nicht verzichten kann und
  6. braucht ihr etwas zu schreiben und bequeme Kleidung.

 


 

Workshop 5 "Sonderermittlungskommission (SoKo)"
mit Ralf Meyer Ze Choreograph, Theatermacher und Performer an der Schnittstelle von Tanz und Theater

Forschen heißt aufklären. Zumindest in unserem Fall. Für die Zeit des Festivals werden wir als Ermittler alle Hände voll zu tun haben, denn 6 zu untersuchende Fälle ereignen sich in kürzester Zeit. Täglich zwei Aufführungen, zu denen wir gerufen werden, und es stellen sich Fragen: Was war das Motiv in der Performance? Welche theatralen Tatwerkzeuge wurden eingesetzt? Und wie können wir zu Bühnen-Ereignissen eine angemessene Spurensicherung betreiben?

So, oder so ähnlich werden wir unseren kriminalistischen Spürsinn einsetzen, wenn wir für einige Tage in die Welt der SoKo-Ermittler eintauchen und uns im Team an die Arbeit des Tages machen: alle Aufführungen des Festivals besuchen und jede als „Fall“ aufnehmen und untersuchen. Die Observation vorbereiten und falls nötig Zeugenaussagen aufnehmen. In unserem „Kommissariat" dann die Fakten zusammentragen und dokumentieren.

Gibt es einen Zusammenhang bei all unseren Fällen oder wollen wir einen konstruieren? Wie können wir über die Woche den ganzen Berg an Informationen und gesammelten „Unterlagen“ überschauen und verwenden?

Klar ist, wir müssen das gewonnene Material aus Notizen, Fotos, Skizzen und Requisiten irgendwie für den performativen Einsatz präparieren und aufbereiten. Denn am Ende soll es eine theatrale Präsentation unserer Forschungsarbeit als SoKo geben, die „Ermittlungsakte“ wird performativ vorgelegt und dem Publikum zugänglich gemacht.

Bitte mitbringen: Dienstmarke, Papier (DIN 4 und größer!), Schreibstifte (in verschiedenen Farben), dicke Marker für Papier (verschiedene Farben), Tesafilm und jeder 3 Plastiktüten (Einkaufsgröße)

 


 

Workshop 6 "Findet mich das Glück? Oder: wer hat die Tür offen gelassen?"
mit Katharina Oberlik: Regisseurin u. Dozentin für zeitgenössische Theaterformen, ehemaliges Mitglied von She She Pop und Gründerin der ghettoakademie Hamburg

Wann ist der richtige Moment, eine Frage zu stellen? Wie muss die Situation sein – damit ich gehört werde? Was erzählt allein schon die Frage? Brauche ich unbedingt eine Antwort?

‚Findet mich das Glück’ ist ein Performance-Workshop zum Erforschen des Momentes, in dem eine Frage gestellt wird. Hier könnt ihr die Fragen stellen, die euch schon lange auf dem Herzen liegen. Wir erschaffen eine Welt, in der die Fragen zeigen, wo wir stehen, was wir denken und lassen das Publikum sich selbst die Antwort geben.

Wir arbeiten mit Bewegung, Improvisation und mit dem kleinen Kunstbuch: ‚Findet mich das Glück’, des Künstler-Duos Fischli & Weiss, um eine gemeinsame Performance zu ent-wickeln, die alle Fragen offen lässt.

 Bitte mitbringen: bequeme Kleidung und Schreibzeug


 

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