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TMS 2017 Das Programm Empfehlung

tms 2017: Ankündigungstexte

 

Schule/Spielleitung

Titel

Text

Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium

Florian Lampe

einstimmig unschuldig

Frei nach Kleists Sonderbarer Rechtsfall in England feat. König Peter aus Büchners Leonce und Lena

Inhaltlich angelehnt an die Anekdote Sonderbarer Rechtsfall in England von Heinrich von Kleist geht es in einstimmig unschuldig um einen Mordfall, über den Geschworene beraten, die allerdings ohne Essen und Trinken so lange eingeschlossen bleiben müssen, bis ihr Urteil einstimmig ist. Die Indizienlage spricht eindeutig gegen den Angeklagten und es sieht nach einer raschen Urteilsfindung aus, wäre da nicht dieser eine starrköpfige Geschworene, der auf unschuldig plädiert und den gesamten Prozess in die Länge zieht, bis der Hunger die anderen so heftig plagt, dass sie sich dem Starrkopf entgegen ihrer eigenen Überzeugung anschließen und zum einstimmigen Urteil kommen: Scheiß auf Beweise, dann ist er eben unschuldig.

Aber da ist noch der König, der den einen Starrkopf zu sprechen wünscht – konfus und verstörend, in seinen Worten angelehnt an König Peter aus Georg Büchners Leonce und Lena mit seiner ebenso wirren und verstörend-tänzelnden Schar an Untertanen, für die er denken muss, denn sie denken nicht, sie denken nicht. Entweder der Starrkopf wird begnadigt oder nicht. Entweder, oder. Ein Drittes gibt es bei König Peter nicht. Vielleicht ist es so, vielleicht ist es aber auch nicht so.

 

StS Blankenese

Kerstin Hähnel

grenzen(los)

 

 

 

 Der Kurs hat an einer Eigenproduktion zur Textvorlage „Deutschland, ein Wintermärchen" von Heine gearbeitet. 

Eine Gruppe Reisender strandet an der Grenze und kommt nicht weiter. Gepäck wird kontrolliert, ein Buch wird gefunden. Das muss geprüft werden und das braucht Zeit. Unter den Reisenden befindet sich ein Filmteam aus dem Ausland, dass eine Dokumentation über Deutschland und „die" Deutschen drehen möchte. Erste Ergebnisse, die sie dem Rest der Reisegruppe präsentieren sorgen für Irritation. Wer sieht wie Deutschland, was bedeutet für wen Heimat usw.? Keiner wird die Grenze überqueren und der Aufenthaltsort an der Grenze erinnert vielleicht mehr und mehr an ein Flüchtlingslager. 

 

Gymnasium Hummelsbüttel

Hristina Kuzmanovska

DarkNet

 

 

 

Wer verbirgt sich im Internet?

Unsere zwei Hauptdarsteller Marie und David kennen sich nicht, aber eins verbindet sie. Der Chatroom „Freunde auf Knopfdruck“ im Internet. Für beide Protagonisten der Beginn einer Reise in die digitale Welt. Beide fühlen sich geliebt und verstanden und rutschen immer mehr in die Internetwelt hinein. Ihr Kontakt wird so eng, dass sie ihre wirklichen Freunde ablehnen und sich nur noch im Internet aufhalten möchten. Doch dann kommt der Tag, an dem sich die echten Charaktere hinter den falschen Profilen zeigen. Und diese sind nicht so freundlich wie zu Beginn der digitalen Freundschaft. Marie und David rutschen in eine böse und unübersichtliche Welt ab, bis diese sie sogar in ihrer eigenen Realität einholt und bedroht.

 

Gymnasium Heisenberg

Kai Springer

Absturz

 

 

 

Zwei Welten. Die eine steuert durchs All. Die Besatzung ein eingespieltes Team. Alles läuft perfekt. Doch eine Verschwörung gegen den Kommandanten wird vorbereitet. Besatzungs-

mitglieder werden entführt. Die Sache läuft aus dem Ruder. Dann geschieht die Katastrophe. Die andere hängt rum auf einer Insel. Trostlose Eintönigkeit, beherrscht von einer Gruppe, die alle anderen unterdrückt und ausbeutet. Ein Verschwörungsversuch scheitert. Dazwischen Propheten, die ein großes Ereignis erwarten. Dann geschieht die Katastrophe. Filmwelt und Bühnenwelt treffen aufeinander.

Gymnasium Süderelbe

Silja Augustin

Beckenrand

 

 

 

„Beckenrad“ zeigt den Sommer im Schwimmbad. Eine Gruppe Jugendlicher findet und verliert sich in Themen wie Erste Liebe, Mut und Arroganz, Kampf der Geschlechter und Selbstfindung. Die Figuren zeigen ihre Entwicklung in diesem außergewöhnlichem Sommer, in dem man vor allem im Freibad mehr zeigen muss, als einem manchmal lieb ist.

 

StS Niendorf

Stefan Valdes Tittel

Trashology

 oder: Nicht alle Katzen

sind für den Ruhm

geschaffen

 

 

 

 

„Film ist die Wahrheit 24mal in der Sekunde“ (Jean Luc Godard)

„[Theater] ist so viel realistischer als das Leben“ (Oscar Wilde)

Beide Kunstformen scheinen sich in irgendeiner Art und Weise der Realität zu bedienen, aber inwieweit trifft das tatsächlich zu? Fest steht, dass sich junge Menschen auf eine „Projektionsfläche“ stellen und die Echtheit ihrer selbst darstellen. Aber wer beeinflusst eigentlich wen? Sind wir wirklich die Vorbilder dessen, was wir im Flimmerkasten oder auf der Bühne sehen oder streben eben wir nach der angeblichen Perfektion des Gesehenen? Bilder bestimmen unser Leben und die Ausschnitte, die uns preisgegeben werden, können uns Tore in die Fantasie sein, wenn wir es zulassen. Sogar meine Oma guckt das Dschungel-Camp. Wer entscheidet eigentlich, was wertvoll ist und ab wann ist Kunst Kunst? Gibt es guten und schlechten Trash? Das Brechen der Sehgewohnheiten kann im besten Falle zu einer Bewusstseinserweiterung, aber wenigstens zur Irritation führen.

Klar ist: Es gibt eine Art der Kodependenz. Und alle drei brauchen Zuschauer um überleben zu können – vor allem die Katze.

 


 

 

Letzte Änderung am Samstag, 29 April 2017 11:44

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