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tms 0-6 Schultheaterfestival

3 Tage im Mai/Juni 2018

Das tms Schultheaterfestival 0-6 (früher Grundschultheatertage) findet in dieser Form zum 13. Mal statt. Wir freuen uns nach dem wunderbaren Festival 2017 im Fundustheater, 2018 wieder vor noch mehr Publikum im Thalia in der Gaußstraße bei unserem langjährigen Kooperationspartner zu Gast sein zu dürfen.

Herzlichen Dank an alle Theater, die uns ermöglichen, Schule zu machen!

 

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tms 0-6 Schultheaterfestival

Fundus Theater 28. Juni bis 30. Juni 2017

Das tms Schultheaterfestival 0-6 (früher Grundschultheatertage) findet in dieser Form zum 12. Mal statt und ist in diesem Jahr erweitert um Auftritte von Gruppen aus der Beobachtungsstufe. An drei Tagen gibt es im Fundus Theater Verschiedenstes von theaterbegeisterten Kindern aus ganz Hamburg zu erleben: Gespielte Bilderbücher, Märchenadaptionen, Tanz-, Bewegungs- und Musiktheater sowie fantasievollste Eigenproduktionen sind auf der Studiobühne zu sehen. In diesem Jahr sind in den 14 Schulgruppen (1. – 5./6. Klassen) ca. 300 theaterspielende Kinder als junge ‚Schauspieler’ auf der Bühne beteiligt.

Das Schultheaterfestival findet in Kooperation mit der Behörde für Schule und Berufsbildung, dem Fachverband Darstellendes Spiel, dem Landesinstitut für Lehrerbildung, dem Thalia Theater und dem Fundus Theater statt.

 

Mittwoch 28.6.17

Block 1: 9 Uhr

  1. Lecker Piraten
    Sprech- und Bewegungstheater nach dem gleichnamigen Bilderbuch
    von Jonny  Duddle         
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        „Ich segelte einst und fand mitten im Meer eine Insel voll Gold, das freute mich sehr! Fideldum, fidelda, einen Schatz ich sah.“

Mit diesen Worten lockt ein Geigenspieler eine Piratenbande an. Allen Warnungen zum Trotz landen die goldgierigen Seeräuber auf der Schatzinsel. Keiner ahnt, was sie dort eigentlich erwartet. Oder fast keiner ...Fideldum, fideldaa ...         

Louise Schroeder Schule, Klasse 2b, 23 SuS

Spieldauer: ca. 25 min.

Spielleitung: Danail Yankov

 

  1. AbenteuerZeit                                                                                                                                                                                               Theater

Hast du eine tolle Erfindung gemacht? Hast du etwas noch nie Dagewesenes

entdeckt? Möchtest du Wissenschaftler des Jahres 2017 werden?

Dann komm mit auf eine abenteuerliche Reise durch Raum und Zeit.

Grundschule Bindfeldweg, Klasse 2c, 21 SuS

Spieldauer: 10 Minuten

Spielleitung: Antonia Braun

 

Block 2: 11 Uhr

  1. Malwida – Königin der Farben                                                                                                                                                              Tanztheater / Adaption des Bilderbuches „Die Königin der Farben“
    von Jutta Bauer

Wenn die Königin Malwida ihre Untertanen ruft, kommt erst das BLAU, es ist sanft und mild. Dann kommt das ROT, es ist wild und gefährlich. Und schließlich kommt das GELB, es ist warm und hell, aber es kann auch zickig und gemein sein. Wie Malwida selbst. Und wenn sie es beide sind, kommt es zum Streit. Die Farben mischen sich und alles wird grau. Malwida wird traurig, sie kann die Farben nicht mehr auseinanderhalten und verliert den Status als Königin, weshalb sie in Tränen ausbricht. Doch mit jeder Träne kehren die vertrauten Farben zurück.

Schule Duvenstedter Markt, Klasse 4P, 20 SuS

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Spielleitung: Martina Peik-Gasirabo (Klassenlehrerin) und Gabi Taschendorf

 

  1. Von einem, der auszog das Fürchten zu lernen                                                                                                                              Sprechtheater, (sehr) frei nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm

Oje - der Hans hat einfach vor gar nichts Angst. Grad ist er zum Beispiel über die große Straße gelaufen, ohne zu gucken...

Dabei ist Angst doch wichtig, denn nur mit ihr kann man Gefahren einschätzen. Hans muss es lernen, deswegen muss er hinaus in die Welt. Vielleicht lernt er die Angst nachts auf einem Friedhof kennen oder bei der bösen Hexe. Ob er jemals das Fürchten lernen wird?

Gymnasium Süderelbe, Klasse: 5b, 26 SuS

Spieldauer: ca. 17 Minuten

Spielleitung: Karin Göcking

 

Block 3: 13 Uhr

  1. Isas Entscheidung                                                                                                                                                                                            Sprech- und Bewegungstheater; Eigenproduktion

Isa ist ein glückliches Mädchen, das ein tolles Zuhause, liebevolle Eltern, schöne Spielsachen, Freunde und eine wunderbare Oma hat. Eines Tages ändert sich Isas Leben, denn nach und nach verliert sie alles, was ihr lieb und teuer war. Völlig verzweifelt bricht sie zusammen und wird plötzlich von dunklen Stimmen beschworen, sich am Leben zu rächen. Gleichzeitig beschwören sie andere Stimmen, doch ihr Herz zu bewahren. Für welche Seite wird sie sich entscheiden?

Schule Oppelner Straße, Klasse 4c, 17 SuS

Spieldauer: 20 Minuten

Spielleitung: Gabriele von Malottki-Neufeld

 

  1. Das Traumfresser                                                                                                                                                                        Bilderbuchadaption

In Schlummerland ist das Wichtigste für alle das Schlafen. Wer am besten schläft, ist König. Doch ausgerechnet seine Tochter, die Prinzessin, hat immer wieder böse Träume. Die Eltern sind verzweifelt und schicken Boten aus, um im ganzen Land nach Hilfe zu suchen - doch ohne Erfolg. Als sich der König schließlich selbst auf den Weg macht und ferne Länder und Kontinente bereist, begegnet ihm ein kleines blaues Männchen...

Grundschule Neugraben, Kl. 2b, 19 SuS

Spieldauer: ca. 25 Min.

Spielleitung: Lena Urban, Harriet Krems

 

Dienstag, 29.6.2017

Block 1: 9:30 Uhr

  1. Mats und die Wundersteine                                                                                                                                                         Sprech-und Bewegungstheater

Auf einer felsigen Insel weit draußen im Meer leben die Felsmäuse. Eines Tages findet Mats, eine von Ihnen, einen wunderbaren, leuchtenden Stein. Ob dieser Fund das Leben der Felsmäuse zum Guten oder Schlechten verändern wird?

Eine Geschichte, in der die Zuschauer erfahren können, dass jeder Einzelne durch sein Umweltverhalten die Zukunft des blauen Planeten beeinflussen kann.

Katharina von Siena Schule, Klasse 3a, 26 SuS

Spieldauer: 35 Min.

Spielleitung: Vaida Okkens

 

  1. Der Tee von Eugenia                                                                                                                                                          Bewegungstheater

Die Fee Eugenia und ihre Freundinnen kochen Zaubertee und feiern eine Party. Sie werden von den Zauberern überrascht, die einfach die Party beenden. Ein Streit zwischen den Feen und den Zauberern beginnt. Schauen wir mal, wer am Ende hier wen verzaubert...

Schule Fährstraße, Klasse 4b, 16 SuS

Spieldauer: 15 Minuten

Spielleitung: Julia Oberländer

    

Block 2: 11:30

  1. Der Wunschkäfer

Eigenproduktion mit Schattentheater, angelehnt am Bilderbuch "Lukas und der Wunschkäfer" von Klaus Baumgart

Stell dir mal vor: Du ziehst in eine andere Stadt, weit weg von deinen Freunden. Hier kennst du niemanden. Deine Eltern haben viel zu tun und keine Zeit für dich. Wie langweilig!
So ergeht es Norah. In ihrer Phantasie findet sie einen Käfer, derihr einen Wunsch erfüllen kann. Was würdest du dir wünschen? Viel Geld oder Spielzeug? Gesundheit? Die Meisterschaft deines Sportvereins? Norah und die anderen Kinder haben viele Ideen - ob ihre Wünsche in Erfüllung gehen?

Stadtteilschule Fischbek/Falkenberg, Klasse 3 a, 23 SuS

Dauer: 25 Minuten

Spielleitung: Christiane Theiß

 

  1. Eine königliche Party
    Rhythmikal

Der König der Tiere, der Löwe, lädt zur Party ein. Wer kommt? Wer traut sich mitzufeiern? Wer nimmt am Tanzwettbewerb teil? Unsere etwas andere Geschichte vom Karneval der Tiere bietet die Antworten.

Schule Barlsheide, Klassen 3d+e, 30 SuS

Spieldauer: ca. 25 Minuten

Spielleitungen: Johannes Bogenschneider, Thomas Wahl, Kerstin Otten (Rhythmik-JMS) , Ulf Matz (Schlaginstrumente-JMS)

 

Freitag 30.6.17

Block 1: 9:30 Uhr

  1. WIR (alle)
    Tanz- und Bewegungstheater

Mitten im Schuljahr bekommt unsere Schule eine neue 1. Klasse. Irgendetwas ist anders: Die Kinder sprechen kein Deutsch... Sie kommen aus fernen Ländern. In unserem Kurs suchten wir Antworten auf folgende Fragen: Warum verlässt man ein Land? Wie kann man einen so weiten Weg gehen? Dies ist mein Land und dein Land: komm lass uns miteinander leben.

Grundschule Eenstock , Wahlpflichtkurs Klasse 3 / 4, 12 SuS

Spieldauer: ca: 25 min

Spielleitung: Caren Jungclaussen

 

  1. Das Traumamulett                                                                                                                                                                                        Theater (Sprache, Musik und Bewegung)

Die Kinder sitzen müde und streitsüchtig in ihrem Klassenzimmer.

Sie wurden von dem bösen Zauberer Oruskaranius mit einem Fluch

belegt. Er hasst Kinder!

Plötzlich aber erscheint eine Traumfee und das Abenteuer beginnt!

Es führt durch das Feuervogelland, das Wikingerland und das

Drachenland! Es ist gefährlich, braucht Mut, einen starken Willen,

grenzenlose Tapferkeit, Geschick und eine strahlende Stimme.

Theodor-Haubach-Schule (THS), Klasse, SuS

Spieldauer: 30 Minuten

Spielleitung: Elisabeth Pelz, Maike Vosgerau

 

Block 2: 11:30 Uhr

  1. KINDgeRECHT                                                                                                                                                                                               Sprech- und Bewegungstheaterstück

 Streit und Langeweile beherrschen den Alltag der verfeindeten Kinderbanden <<Lollipops>> und <<Bubblegums>>. Doch als mitten in der schlimmsten Prügelei das Mädchen KIRA auftaucht, wird alles anders. „KIRA kommt aus dem Kindelogischen“, erklärt sie selbstbewusst, „KI steht für Kinder, R für Rechte, A für achten: Kinderrechte achten!“. Nun erfahren und durchleben die beiden Kinderbanden hautnah, wie es Kindern in Deutschland und auf der ganzen Welt ergeht, welche Rechte sie haben und wie oft diese Rechte missachtet werden. Am Ende gründen sie gemeinsam ein Kinderrecht-Team und wollen dafür kämpfen, dass es allen Kindern gut geht.

 Schule Grumbrechtstraße, Profilkurs Theater der Klassen 5 und 6, 18 SuS

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Spielleitung: Silke Marr-von Ostrowski und Anna-Lena Prüß

 

  1. Die 4d schlägt zurück                                                                                                                                                                  Bewegungstheater und Eigenproduktion

Die 4d kommt aus der Pause und weil die Lehrerin sich wieder verspätet, sehen sie ihren Lieblingsfilm. So beim Gucken, passiert auf einmal etwas Unglaubliches. Sie trudeln alle aus der Klasse heraus, fliegen fort und landen auf einem fremden Planeten. Wieso, weshalb, warum sie dort sind, überrascht alle sehr!!!

Louise Schroeder Schule, Klasse 4d, 19 SuS
            Spieldauer: 22 Minuten

Spielleitung: Katja Krach-Grimm

 

13.30 Uhr Fachgespräch

Fachforum tms: 0-6 - Ein Fachgespräch für Spielleiterinnen und Spielleiter sowie interessierte Gäste über die präsentierten Theaterstücke.

Dauer: 120 Min.

Leitung: Johanna Vierbaum, LI-Hamburg, Theater Grundschule und Kl. 5/6

Orga-Team und Jury: Caren Jungclausen, Christiane Theiß, Cordula Frahm, Heike Wiltfang, Danail Yankov, Julia Heinicke, Kerstin Otten, Katja Krach-Grimm, Silke Marr von Ostrowski, Vaida Okkens, Johanna Vierbaum, Özlem Demirci , Teresa Lucia Rosenkrantz und Herbert Enge (Thalia Theater)

Vielen Dank an Peter Bruns (Thalia Theater), der beim Schultheaterfestival die Fotos macht.

tms 2017: Ankündigungstexte

 

Schule/Spielleitung

Titel

Text

Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium

Florian Lampe

einstimmig unschuldig

Frei nach Kleists Sonderbarer Rechtsfall in England feat. König Peter aus Büchners Leonce und Lena

Inhaltlich angelehnt an die Anekdote Sonderbarer Rechtsfall in England von Heinrich von Kleist geht es in einstimmig unschuldig um einen Mordfall, über den Geschworene beraten, die allerdings ohne Essen und Trinken so lange eingeschlossen bleiben müssen, bis ihr Urteil einstimmig ist. Die Indizienlage spricht eindeutig gegen den Angeklagten und es sieht nach einer raschen Urteilsfindung aus, wäre da nicht dieser eine starrköpfige Geschworene, der auf unschuldig plädiert und den gesamten Prozess in die Länge zieht, bis der Hunger die anderen so heftig plagt, dass sie sich dem Starrkopf entgegen ihrer eigenen Überzeugung anschließen und zum einstimmigen Urteil kommen: Scheiß auf Beweise, dann ist er eben unschuldig.

Aber da ist noch der König, der den einen Starrkopf zu sprechen wünscht – konfus und verstörend, in seinen Worten angelehnt an König Peter aus Georg Büchners Leonce und Lena mit seiner ebenso wirren und verstörend-tänzelnden Schar an Untertanen, für die er denken muss, denn sie denken nicht, sie denken nicht. Entweder der Starrkopf wird begnadigt oder nicht. Entweder, oder. Ein Drittes gibt es bei König Peter nicht. Vielleicht ist es so, vielleicht ist es aber auch nicht so.

 

StS Blankenese

Kerstin Hähnel

grenzen(los)

 

 

 

 Der Kurs hat an einer Eigenproduktion zur Textvorlage „Deutschland, ein Wintermärchen" von Heine gearbeitet. 

Eine Gruppe Reisender strandet an der Grenze und kommt nicht weiter. Gepäck wird kontrolliert, ein Buch wird gefunden. Das muss geprüft werden und das braucht Zeit. Unter den Reisenden befindet sich ein Filmteam aus dem Ausland, dass eine Dokumentation über Deutschland und „die" Deutschen drehen möchte. Erste Ergebnisse, die sie dem Rest der Reisegruppe präsentieren sorgen für Irritation. Wer sieht wie Deutschland, was bedeutet für wen Heimat usw.? Keiner wird die Grenze überqueren und der Aufenthaltsort an der Grenze erinnert vielleicht mehr und mehr an ein Flüchtlingslager. 

 

Gymnasium Hummelsbüttel

Hristina Kuzmanovska

DarkNet

 

 

 

Wer verbirgt sich im Internet?

Unsere zwei Hauptdarsteller Marie und David kennen sich nicht, aber eins verbindet sie. Der Chatroom „Freunde auf Knopfdruck“ im Internet. Für beide Protagonisten der Beginn einer Reise in die digitale Welt. Beide fühlen sich geliebt und verstanden und rutschen immer mehr in die Internetwelt hinein. Ihr Kontakt wird so eng, dass sie ihre wirklichen Freunde ablehnen und sich nur noch im Internet aufhalten möchten. Doch dann kommt der Tag, an dem sich die echten Charaktere hinter den falschen Profilen zeigen. Und diese sind nicht so freundlich wie zu Beginn der digitalen Freundschaft. Marie und David rutschen in eine böse und unübersichtliche Welt ab, bis diese sie sogar in ihrer eigenen Realität einholt und bedroht.

 

Gymnasium Heisenberg

Kai Springer

Absturz

 

 

 

Zwei Welten. Die eine steuert durchs All. Die Besatzung ein eingespieltes Team. Alles läuft perfekt. Doch eine Verschwörung gegen den Kommandanten wird vorbereitet. Besatzungs-

mitglieder werden entführt. Die Sache läuft aus dem Ruder. Dann geschieht die Katastrophe. Die andere hängt rum auf einer Insel. Trostlose Eintönigkeit, beherrscht von einer Gruppe, die alle anderen unterdrückt und ausbeutet. Ein Verschwörungsversuch scheitert. Dazwischen Propheten, die ein großes Ereignis erwarten. Dann geschieht die Katastrophe. Filmwelt und Bühnenwelt treffen aufeinander.

Gymnasium Süderelbe

Silja Augustin

Beckenrand

 

 

 

„Beckenrad“ zeigt den Sommer im Schwimmbad. Eine Gruppe Jugendlicher findet und verliert sich in Themen wie Erste Liebe, Mut und Arroganz, Kampf der Geschlechter und Selbstfindung. Die Figuren zeigen ihre Entwicklung in diesem außergewöhnlichem Sommer, in dem man vor allem im Freibad mehr zeigen muss, als einem manchmal lieb ist.

 

StS Niendorf

Stefan Valdes Tittel

Trashology

 oder: Nicht alle Katzen

sind für den Ruhm

geschaffen

 

 

 

 

„Film ist die Wahrheit 24mal in der Sekunde“ (Jean Luc Godard)

„[Theater] ist so viel realistischer als das Leben“ (Oscar Wilde)

Beide Kunstformen scheinen sich in irgendeiner Art und Weise der Realität zu bedienen, aber inwieweit trifft das tatsächlich zu? Fest steht, dass sich junge Menschen auf eine „Projektionsfläche“ stellen und die Echtheit ihrer selbst darstellen. Aber wer beeinflusst eigentlich wen? Sind wir wirklich die Vorbilder dessen, was wir im Flimmerkasten oder auf der Bühne sehen oder streben eben wir nach der angeblichen Perfektion des Gesehenen? Bilder bestimmen unser Leben und die Ausschnitte, die uns preisgegeben werden, können uns Tore in die Fantasie sein, wenn wir es zulassen. Sogar meine Oma guckt das Dschungel-Camp. Wer entscheidet eigentlich, was wertvoll ist und ab wann ist Kunst Kunst? Gibt es guten und schlechten Trash? Das Brechen der Sehgewohnheiten kann im besten Falle zu einer Bewusstseinserweiterung, aber wenigstens zur Irritation führen.

Klar ist: Es gibt eine Art der Kodependenz. Und alle drei brauchen Zuschauer um überleben zu können – vor allem die Katze.

 

 

 

«Mein Name ist Michael Müller, ich habe den Workshop für die Lehrer angeboten. Ich liebe die Lehrer, weil sie so viel Humor haben. Wir machen eine Übung über Störungen im Theaterunterricht und was kann dafür passender sein, als dass die Lehrer ihren Schülern einmal spiegeln, was sie so erleben. Und ich bin leider das Opfer. Ich muss nämlich den Kurs leiten. Das hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht mit allen Spielleitern, die hier sind.»

 

 

 

«Mein Name ist Nicole Dietz und ich habe am ersten und am zweiten Tag einen Workshop geleitet: Theater und Text. Da ging es um Körpersprache. Was erzählt der Körper für einen Text? Und wie verbindet sich der Körpertext mit dem Sprachtext und dem geschriebenen Text? Das hat mir sehr viel Freude gemacht, weil die Schüler und Schülerinnen alle sehr motiviert waren.»

 

 

 

«Ich, Ralf Meier Ze, bin hier als Coach und Workshopleiter an der Schule und mein Thema für dieses Wochenende war Multi-Layering. Das ist ein Verfahren, Theater nicht nur als Schauspiel zu denken, sondern verschiedene Aspekte zusammen zu bringen: Schauspiel, Bewegung, Choreografie, Stimme, Kommentar, Audio und Musik. Ich finde es sehr schön, hier mit den Gruppen intensiv arbeiten zu können, ganz anders als im enggedrängten Schulkontext. Endlich mal das ganze Wochenende, um ein bisschen mehr in Kontakt zu kommen und in die Tiefe gehen zu können. Ich glaube, das tut den Lehrern und den Gruppen sehr gut.»

 

 

 

«Ich bin Carolin Wedler und habe die Schüler/Innnen als Sprechlehrerin und Workshopbetreuerin begleitet und mir das Gymnasium Blankenese – in Zusammenarbeit mit Nils Tunkel – als Coach ausgesucht. Ich bin sehr dankbar für die Eindrücke, die ich hier sammeln durfte und habe das Gefühl, dass wir ein gutes Stück zusammengerückt sind. Das können wir beim Nachcoaching sicher noch weiter vertiefen. Es ist schön, so ein bisschen Theater- und Festivalcharakter miterleben und vielleicht auch mit prägen zu dürfen.» 

 

 

 

«Ich bin Andreas Krämer. Was ich gemacht habe? Nicht ich habe gemacht, die Schülerinnen und Schüler haben sehr viel gemacht. Ich habe das begleitet und gefördert und gefordert. Es hat mir sehr großen Spaß gemacht, mit diesen jungen Menschen an ihren Theaterprojekten zu arbeiten. Zweimal am Nachmittag haben wir zusammen jeweils auf ein Stück geguckt. Vormittags habe ich jeweils eine Gruppe geleitet, in der wir der Frage nachgegangen sind, wie wirke ich eigentlich, wie gehe ich mit Sprache, mit Atmung, mit Nervosität um. Die Gruppen waren lebendig. Es waren junge Menschen. Es wurde gelacht, es war ernst, es war heiter … Ich glaube, wir hatten alle sehr viel Spaß.» 

 

 

 

«Ich bin Eva Bernhard und war Workshopleiterin für Theater und Körpersprache. Wir haben den Körper sprechen lassen, statt der Stimme und das war sehr schön. Beide Gruppen waren sehr konzentriert und ich finde es ganz toll, wenn unterschiedliche Teams zusammenkommen und miteinander arbeiten. Das macht sehr viel Spaß.» 

 

 

 

«Mein Name ist Helge Schmidt, ich bin Regisseur und habe zwei Workshops gegeben zum Thema „Theater und Text“. Ich habe mich vor allem damit befasst, was es eigentlich bedeutet, auf der Bühne zu sprechen: Wie kommt man zum Sprechen? Ich habe versucht zu vermitteln, dass Text eigentlich nur das letzte Mittel sein kann, weil man sich auch mit dem Körper, mit Gestik und durch Positionen ausdrücken kann und dass man den Text am besten so reduzieren sollte, dass man nichts doppelt macht. Es war super, die Schüler waren sehr, sehr motiviert. Sie waren lernwillig und trotzdem nicht verbissen. Wir haben zusammen Spaß gehabt und an etwas gearbeitet.»

 

 

Titten auf der Bühne - wo sind die Grenzen von Schultheater? Ist ficken ok? - wie viel nackte Haut, wie professionell - was ist noch pädagogisch und verantwortbar?

Darum geht es in "Zerbrochen", dem Beitrag der STS Blankenese zum forschendem Theater. Die Antworten darauf wurden dem Publikum anhand von einzelnen Szenen aus dem Klassiker "Der zerbrochne Krug" von Heinrich von Kleist und aus gespielten Proben für den zerbrochnen Krug präsentiert. 

Schauspielerisch stabile Leistung, die Aussage des Stücks bleibt aber schleierhaft. Dennoch kommt das Stück gut bei dem Publikum an, was wohl an seiner provokanten Art liegt.

Die tms-Redaktion war in Niendorf und hat sich die Generalprobe des bereits vom NDR und Abendblatt beachteten Stückes "Sex ja nein abbrechen" angeschaut. Ein Bericht über das, was wir hinter den Kulissen erlebt haben, kommt bald. Wegen der großen Erwartungen wollen wir euch aber jetzt schon mal einen kleinen Einblick anhand einer kleinen - vorläufigen - Auswahl Probenfotos gewähren.

 Heute vor einer Woche, am 15. Juni, waren wir zu Gast bei der letzten Probe des Theaterkurses vom Heisenberg Gymnasium.

Sehr kurzfristig hat sich der NDR dazu entschlossen, über tms zu berichten. Also, musste schnell ein Sonderproben-Termin her. Gott sei Dank, habe ich so flexible Schülerinnen und Schüler und so nette Kolleginnen und Kollegen, so dass wir ein kleines Team heute in der Aula empfangen konnten und neben einer zusätzlichen Probe - direkt vor der Generalprobe - auch noch Interviews geben durften. Wenn der Bericht zu sehen sein wird, dann passiert das, laut Angaben, am Sonntag. Wir sind genauso gespannt, wie ihr ... Hier gibt es schon mal einen kleinen Auszug zu unserem Stück, das ihr dann am Mittwoch bestaunen könnt.

Das vollständige tms-Programm gibt es jetzt hier und als PDF-Download >>.

Montag, 22. Juni 2015


15:00 Uhr – Eröffnung

15:30 Uhr –  Sein oder Schein

16:30 Uhr – Wie?viel!GlückinderWelt!?


Dienstag, 23. Juni    

...

Wenn nichts bleibt
Der ganz besondere Workshop: Schüler und ihr Lehrer zeigen ihre Produktion, geben konkreten Einblick in ihre Arbeit und erarbeiten mit den Teilnehmern gemeinsam Texte.

Das Li Hamburg konstatiert für das Schultheater: „Der schriftlich fixierte Text hat seine herausgehobene Rolle im Gefüge der theatralen Mittel verloren. (…) Der Stellenwert des sprachlichen Ausdrucks auf der Schulbühne als Funktion von Handlung/Situation steht entsprechend zur Diskussion.“  Im Mittelpunkt seiner Kick-Off Veranstaltung zur Vorbereitung des SDL Themas für 2016 an anderer Stelle steht die Frage “ Welche konzeptionellen und methodischen Lösungen finden Schultheatergruppen heutzutage im Umgang mit Text/Sprache/Sprechen?“ 

Hier kommt unsere Antwort:

Der Theaterlehrer Thomas Erdmann nimmt seit Jahren erfolgreich am Schultheater der Länder teil. Seine Produktionen verblüffen nicht nur wegen der technischen Finesse, sondern auch und vor allem wegen der wortgewaltigen Inhalte, die seine Schüler in Eigenarbeit ihren Bilderwelten gegenüberstellen. Erdmann zeigt Sprache, verstanden als Handlung, Haltung, als Geräusch, als Musik, als Atmosphäre, als Rhythmus, als Raum, als Emotion, als Bewegungsimpuls, aber immer auch als Träger von hoch relevanten Inhalten – solche, die die Schüler auch wirklich interessieren. 

In diesem  Workshop werden beide stilbildende Elemente der Produktion „Wenn nichts bleibt“, die als NRW-Beitrag beim SDL 2014 gezeigt wurde, praktisch vorgestellt und erarbeitet.

Die Show wird am 23.06. 11h in der Stadtteilschule Bergedorf und am 24.06. um 19h im Malersaal des Deutschen Schauspielhauses aufgeführt. Jeweils anschließend gibt es den Workshop mit Schülern und Lehrer.

Eintritt Mitglieder des fvts.hamburg umsonst. Schnell anmelden! Fragen? Mehr Workshop-info?  -> Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Video Trailer auf Youtube Wenn nichts bleibt

Von Alexander Hasch und Volker Neff

Heute hat sich das tms-Orga-Team mit den beiden Bühnenmeistern Nina und Florian und den Theaterleitern aller Schulen zur technischen Vorbesprechung zu allen teilnehmenden Stücken im Schauspielhaus getroffen. Wünsche der Lehrer gingen dabei von fliegenden Stühlen über Kunstblut oder Schattenspiel. Geachtet wurde dabei darauf, dass die Umbaumaßnahmen nicht zu lange brauchen und nicht zu aufwendig sind. An erster Stelle steht aber die Sicherheit der Schauspieler und der Technik und so wurde beim Werfen von Stühlen nicht nur nachgefragt, ob es die Stühle überleben, sondern auch, ob sich die Schüler verletzen könnten.

Nachdem alle Lehrer einmal ihre Stücke vorgestellt hatten und sämtliche technischen Probleme geklärt waren, hat sich für uns, Volker und Alex (Schüler der Klosterschule) noch die Möglichkeit ergeben, während der vier Tage die 6 verschiedenen Stücke technisch zu unterstützen und so einen möglichst reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. Darüber bald mehr.

Wir freuen uns alle auf ein schönes Festival.

1. von links: Volker, 2. von links: Alexander

 

(Fotos: Daniel Köhler)

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